Split­ter­fasern ist ein Blog, auf dem Men­schen anonym über ihre sex­uelle Biografie schreiben.

18. Februar 2020

Splitterfasern 3: Körperglück

Lange habe ich überlegt, wie ich anfange zu schreibe, ab welchen Zeitraum und was ist mir selber überhaupt wichtig ist aufzuschreiben und lesbar zu machen. Bis zu meinem 15 Lebensjahr habe ich massive sexuelle, körperliche und psychische Gewalt in allen Facetten erlebt. Meine eigene Sexualität war mir völlig fremd. Ich hatte keine Ahnung wie was in mir funktioniert, warum mein Körper auf sexuelle Übergriffe reagiert hatte, obwohl ich es nicht wollte. Ich hatte Angst, dass es mir doch gefallen hat/ hatte.
3. Februar 2020

Splitterfasern 2: Lange Reise

Ich wuchs in einem weltoffenen, jedoch eher von einem negativem Körperbild geprägten Zuhause auf. Sexualität wurde offen besprochen, im Bücherregal stand Amendts „Sexfront“ und wir besassen zwei wunderbare grossformatige Aufklärungs-Bildbände „Zeig mal!“. Über Sex wusste ich faktisch früh eine Menge, von Liebe und Intimität hatte ich eine Ahnung und eine große Sehnsucht danach.
2. Februar 2020

Splitterfasern 1: Meine Suche nach meinem eigenen Sex

Mein Vater hat meine Mutter vergöttert, aber seine Körperlichkeit ihr gegenüber beschränkte sich auf vorsichtige Küsse auf die Wange, ein über die Wange streicheln, eine zärtliche Umarmung. Das Wort 'ehrfurchtsvoll' beschreibt es sehr gut, es war so, als hätte er ein kleines Vögelchen in der Hand und wolle ihm nicht weh tun. Er benahm sich sehr wie ein liebendes Kind seiner Mutter gegenüber.