Als Frau in einem Männerworkshop?
10. April 2019
Über meinen Workshop zu männlicher Sexualität für Frauen
10. April 2019
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Zeit für Veränderung

Zeit für Veränderung

Zeit für Veränderung

Dieser Name begleit­et mich seit dem Jahr 2012. Er kam mir in ein­er Phase meines Lebens in den Sinn, als ich mich in ein­er tiefen Krise befand. Wie tief, das ahnte ich damals noch gar nicht. Ich war auf der Suche und wusste nicht ein­mal, wonach.

Zeit für Verän­derung” — das war nicht mehr als ein dif­fus­es Gefühl, dass es irgend­wo noch etwas anderes geben müsste für mich. Ein freieres, glück­licheres, selb­st­bes­timmteres Leben.

Zeit für Verän­derung” — diese drei Wörter lagen vor mir wie ein dick­es, ver­hed­dertes Wol­lknäuel, das ich zwis­chen meinen Hän­den hin und her drehte, während ich den losen Faden suchte, mit dem ich die Knoten auflösen und mir etwas Neues erschaf­fen kön­nte, mit dem ich mir Stück für Stück die Verän­derung in mein Leben holen kön­nte, die ich mir so drin­gend wünschte.

Seit­dem habe ich viel verän­dert in meinem Leben:

  • Ich habe einen Beruf gesucht und gefun­den, der mir Freude macht und während der Aus­bil­dun­gen eine Menge über mich sel­ber gelernt.
  • Ich habe mich aus ein­er schwieri­gen Ehe gelöst und lebe nun allein mit meinen Kindern.
  • Ich habe mich selb­ständig gemacht als und arbeite in meinen eige­nen Räumen.

Es ist alles nicht ein­fach, aber es ist alles bess­er als vorher. Es hat sich gelohnt.

Damals, als es mir so schlecht ging, habe ich viel Hil­fe bekom­men, aber ein wichtiges The­ma, zu dem ich viele Fra­gen hat­te, war immer außen vor und ich wagte kaum je, es anzus­prechen, weil es mir so abwegig erschien: Meine Sex­u­al­ität. Inzwis­chen weiß ich, dass die Ein­stel­lung und der Kon­takt zum eige­nen Kör­p­er und zur eige­nen Sex­u­al­ität DER Schlüs­sel für Selb­st-Bewusst­sein und ein erfülltes Leben ist.

Als mich 2017 eine Kol­le­gin fragte, ob ich mit ihr eine Sem­i­nar­rei­he zur weib­lichen Sex­u­al­ität und Per­sön­lichkeit­sent­fal­tung entwick­eln wolle, da erschien mir das Pro­jekt zu Beginn reich­lich groß und gewagt. Aber je mehr ich darüber nach­dachte, desto mehr Lust hat­te ich, es umzuset­zen und Frauen das anzu­bi­eten, was ich mir damals gewün­scht hätte. Und als ich anf­ing, die Texte zu schreiben, da fiel sie mir wieder ein, die “Zeit für Veränderung”.

Wir haben uns über Pfin­g­sten in meinem Haus zusam­menge­set­zt und mit­ten in meinem tur­bu­len­ten Fam­i­lien­leben unsere Kom­pe­ten­zen zusam­menge­wor­fen und sechs Tagessem­inare konzip­iert. Aus mein­er Erfahrung als Mut­ter her­aus ent­stand auch die Idee, im Dezem­ber keinen Sem­i­nartag zu pla­nen, da die Adventswoch­enen­den immer so voll mit Ter­mi­nen sind. Meine Kol­le­gin leit­et die Sem­i­nare im Raum Wies­baden, ich im Nord-Osten von Hamburg.

Jet­zt ist alles bere­it — die Fly­er gedruckt, der Sem­i­nar­raum gemietet, eine Assis­tentin gefun­den, das Mate­r­i­al bestellt. Es haben sich span­nende Frauen angemeldet, die alle bere­its mit mir zu tun hat­ten. Ich hat­te erwartet, dass meine “abseit­ige” Lage am Rand von Ham­burg eine Prob­lem wer­den würde. Was ich nicht erwartet hat­te: Keine der bis­lang angemelde­ten Frauen kommt aus Ham­burg. Sie nehmen viel weit­ere Wege auf sich, bis zu 170 Kilo­me­ter, um dabei sein zu kön­nen. Es scheint wirk­lich “Zeit für Verän­derung” zu sein. Der Kreis schließt sich. Das Leben ist wunderbar.

Was ich euch also hier und heute präsen­tiere, ist nicht weniger als die Essenz aus fünf Jahren gelebtem Leben, aus Scheit­ern, Straucheln, Bewälti­gen, Ler­nen und Lieben, aus schmerzhaften Abschieden und Ablö­sun­gen und wun­der­baren Aufer­ste­hun­gen und Neuanfängen.

Tut mir leid, aber klein­er habe ich es ger­ade nicht. Ich bin sehr bewegt in diesem Moment und lade euch ein, sie euch anzuse­hen, die “Zeit für Veränderung”.

4 Kommentare

  1. Ina Wübbeler sagt:

    Liebe Han­na,
    als eine der bish­er angemelde­ten Sem­i­narteil­nehmerin­nen bin ich jet­zt schon tief berührt von deinen Worten zu deinem Sem­i­narzyk­lus und deinen Beweg­grün­den, Frauen so eine tolle Erfahrung zu ermöglichen.
    Uns verbindet eine ganze Menge, auch wenn unsere Leben­skrisen unter­schiedlich­er nicht sein kön­nten. Aber es gibt sie eben. Ich glaube nicht an Zufälle im Leben. Alles hat seinen Sinn. Das ist meine feste Überzeu­gung. Vor vier Monat­en sind wir uns das erste Mal begeg­net bei dir in Ahrens­burg. Mehr oder weniger zufäl­lig. Und ich fand für mich eine Oase zur inneren Einkehr, der Acht­samkeit und Fre­undlichkeit, der Erhol­ung und des tiefen Friedens. Vom ersten Augen­blick an fühlte ich: HIER KANN ICH WIEDER GANZ GESUND WERDEN. Das sich bei und mit dir in den Gesprächen, in den Mas­sagen und in dem tiefen Ver­trauen zu dir noch so viel mehr in mir verän­dert, ist ein großes Geschenk. Bei dir darf ich ein­fach SEIN. So wie ich bin, mit allen Fehlern, Äng­sten, Sor­gen und allem, was mich son­st als Men­sch aus­macht. Ich finde langsam, aber kon­tinuier­lich zu mir sel­ber. Du berührst mich ganz tief mit deinen Hän­den, deinen Worten, dein­er Men­schen­liebe und Acht­samkeit. Unser Aus­tausch als Unternehmerin­nen in unseren unter­schiedlichen Berufen ist so frucht­brin­gend. Das Wort “Unternehmerin” ist für dich so unglaublich passend und hat auch mich einen riesen Schritt nach vorne gebracht. Was du in den let­zten fünf Jahren geleis­tet hast und welche Kon­se­quenz du für dein Leben und deinen Beruf, den du total “leb­st” nötigt mir einen unglaublichen Resekt ab und macht mir Mut, es dir gle­ichzu­tun. Deine Gast­fre­und­schaft ermöglicht uns diesen schö­nen Aus­tausch über die Mas­sage hin­aus. Eine zutief­st men­schliche Geste. All das läßt mich “heil­w­er­den”. Ich füh­le mich kom­plett ganzheitlich bei dir. All das ist nicht selb­stver­ständlich, aber deine Auf­fas­sung von Leben und Lieben. Das ist so großartig. 

    Der Beweg­grund zu dir zu kom­men war meine nicht mehr vorhan­dene Gesund­heit und meine Kraft­losigkeit. Mehr zunächst nicht. Was sich nun alles daraus noch zusät­zlich entwick­elt, ist ein­fach großar­tig. Sex­u­al­ität als Kraft- und Leben­squelle gab es bish­er für mich nicht. Als Sin­gle schon mal gar nicht. Natür­lich war mir klar, dass ich mich mit dem The­ma in der Frauen­mas­sage, für die ich mich als Kraftquelle ganz bewusst entsch­ieden habe und auf die ich mich ein­lassen wollte, auch mit Lust und Sex­u­al­ität neu — oder über­haupt erst ein­mal — auseinan­der set­zen musste und auch wollte. Das sich ein solch­er Weg daraus entwick­elt, zu mir zu find­en, empfinde ich als großes Geschenk. Und dich als Men­sch und als Frau ken­nen zu dür­fen, sowieso. Ich bin noch nie einem Men­schen begeg­net, der sein Leben so kon­se­quent und authen­tisch lebt, wie du es tust. Daraus schöpfe ich für mich ganz viel Kraft und Zuversicht. 

    Von Beginn an hat dein Schreib­stil, dein Aus­druck und dein Gefühl für Worte tiefe Spuren in mir hin­ter­lassen. Bere­its das erste Lesen dein­er Home­page. Das habe ich dir oft erzählt. Du hast ganz viele Gaben und einen großen Schatz an Möglichkeit­en, Men­schen tief zu berühren und mit sich in Kon­takt zu bringen.
    Für mein Leben bist du, mit allem, was dich aus­macht eine unendliche Bere­icherung, Han­na. Ich freue mich darauf, mich in den näch­sten Monat­en weit­er zu ent­deck­en, mich mit tollen Frauen und dir auszu­tauschen und weit­er auf die Reise zu mir selb­st zu gehen. Du weißt, dass das vor eini­gen Wochen noch völ­lig undenkbar für mich war. Ich füh­le, dass der Zeit­punkt, mich weit­er zu lösen und zu öff­nen, ger­ade jet­zt der richtige ist.
    Danke, dass du bere­it bist, uns auf deinem Weg mitzunehmen, von dir zu erzählen und dein Wis­sen über das “Frau sein” und noch so viel mehr, an uns weit­er geben möcht­est. Ich bin sehr sich­er, dass du uns nicht nur auf unser­er Reise begleitest. Wie wirst du dich nach dieser Herzen­san­gele­gen­heit fühlen und welche Reise trittst du dabei noch ein­mal an…?

    Sei stolz auf dich und auf all das, was du bish­er schon geschafft hast. Genieße es, dass weit­ere Sem­i­naran­mel­dun­gen bei dir einge­hen und dass deine kon­se­quente und ger­adlin­ige Arbeit immer mehr Früchte trägt, dass Zweifel immer mehr verblassen und die Freude an deinem Beruf und an deinem Leben immer weit­er zunimmt. 

    Ich wün­sche Dir und uns eine wun­der­volle Zeit in den näch­sten sieben Monaten!

    Aus tiefem Herzen
    Ina
    Danke, dass du bere­it bist, an so vie­len Son­nta­gen mit uns gemein­sam diese Reise anzutreten, liebe Hanna.

  2. Meine Kol­le­gin Han­na Krohn schreibt wun­der­bare Blog-Beiträge. In diesem hier beschreibt sie wie es dazu gekom­men ist, dass wir bei­de zusam­men einen Innere Reise für Frauen kreiert haben. Eine Reise zu uns selb­st, über ein halbes Jahr, jew­eils an einem Son­ntag im Monat. In so einem Raum, in ein­er Gruppe von Frauen ist es möglich in die inneren Tiefen hin­abzusteigen und aus ihnen gewan­delt wieder aufzusteigen. Warum sollte man das tun? Weil dort unser Poten­tial und unsere Kraft ver­bor­gen ist. Weil wir zu unseren Wurzeln in die frucht­bare Erde unser­er tief­er­en Schicht­en gelan­gen kön­nen, um von dort, wie die Pflanzen auch, neue Triebe zu bilden, die im Früh­ling ans Licht durch­brechen und in eine neue, volle Blüte führen. Han­na nen­nt das in Erin­nerung eines solchen Zyk­lus “Zeit für Verän­derung”. Das ist auch der Titel unser­er Sem­i­nar­rei­he, die in Ham­burg und Wies­baden stat­tfind­et. Dieses Lebens­ge­fühl, Zeit für Verän­derung, ist ein Zus­tand indem Frauen sich für eine solche innere Reise bere­it machen und bere­it fühlen. Wenn in Dir, wenn in Ihnen, beim Lesen und inneren Hören der Worte: “Zeit für Verän­derung” eine Res­o­nanz entste­ht, ist diese Sem­i­nar­rei­he wom­öglich für Sie gemacht.

  3. Michaela S. sagt:

    Liebe Han­na, mir gefällt, wie du dich und deinen Weg zu dein­er so wichti­gen und wun­der­baren Arbeit beschreib­st. Ich wün­sche Dir volle Kurse und eine volle Prax­is! “Zeit der Verän­derung” schwingt für mich ganz ähn­lich, wie mein derzeit­iges Mot­to “Neue Wege”.

  4. […] Diesen Text habe ich vor vier Jahren geschrieben. Er bildet den let­zten Teil der Serie über meine Erfahrun­gen und Gefüh­le während dieser wichti­gen Phase meines Lebens. Er han­delt vom Abschluss mein­er Tantra­­mas­sage-Aus­­bil­­dung und dem unbe­queme Gefühl, wieder ganz am Anfang zu ste­hen. Warum ich ihn hier veröf­fentliche? Weil ich dir Mut machen möchte. Mut zur Veränderung. […]

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